Gleich zu Beginn der Osterferien führen wir mit unserem bekannten Workshop Konzept, drei Tage je vier Stunden einen MINT Workshop zum Thema Wetter durch. Start ist am 30.03.2026 in dem Workshopraum der Stadtteilbibliothek Untertürkheim. Das Neue an diesem Workshop ist nicht nur das Thema, sondern auch der Prozess: Im Vordergrund steht diesmal nicht die C++ Programmierung eines Micro-Controllers, dem Arduino Uno bzw. dem ESP32, sonder es werden wetterspezifische Themen erarbeitet. Dabei werden Analysen zum Wetter durchgeführt, die experimentell durch eine selbst programmierte Wetterstation veranschaulicht werden. Klaus Rudelt führt durch die fachlichen Inhalte, Michael Wisst setzt das Thema mit dem Micro-Controller um.
Bereits mit der Anmeldung wird sichergestellt, dass die Teilnehmer nach Abschluss des Workshops eine voll funktionsfähige, selbst gebaute Wetterstation mit nach Hause nehmen. Die entstandenen Materialkosten werden von den Eltern übernommen. Der Kurs wird bewusst mit einer kleinen Teilnehmerzahl durchgeführt, da das Konzept zunächst erprobt werden muss. Von fünf angemeldeten Teilnehmern nehmen vier am Workshop teil, das sind Benjamin, Hans, Julia und Anna (dieser Name wurde von der Redaktion geändert). Wir kennen uns bereits aus den Grund- und Aufbaukursen.
Am Montag ist es dann endlich soweit. Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Workshopablaufs erstaunt bereits meine erste Frage: „Was ist Wetter?“ So tauchen wir gleitend in die Tiefen der Wetterkunde ein. Die Temperatur ist ein weiteres Thema, man glaubt gar nicht, was dazu alles einfällt! Anschließend wird die Versuchsanordnung der Mikroelektronik aufgebaut, besprochen und mit der Programmierung gestartet. Nachmittags beschäftigen wir uns mit dem Druck, hier natürlich dem Luftdruck und programmieren den Drucktaster. Dieser ist für die Elektronik notwendig, um zwischen unterschiedlichen Anzeigemodi umzuschalten.
Unser zweiter Workshoptag beginnt mit einer Wiederholung des Inhalte des ersten Tages. Wir befassen uns mit weiteren Wetterelementen, nämlich Feuchte und Wind. Dann wird es spannend. Wir tragen unsere selbst programmierten Wetterstationen im Treppenhaus der Stadtbibliothek von der Mitte nach oben und anschließend bis in den Keller. Dabei notieren wir den jeweils gemessen Druck. Diese Erkenntnisse werden im Anschluss plausibiliert. Wir können mit unseren selbst gemessen Daten die barometrische Höhenformel beweisen. Ähnlich gehen wir mit Temperatur und Feuchte um, indem den Sensor verschiedenen Temperaturen aussetzen. Minus 4 Grad Celsius erreichen wir mit einem Flaschenkühler und 30 Grad Celsius durch anhauchen. Mit dem Wetterelement Wolken geht es weiter. Anhand von Bildern, Beschreibungen und Analysen des aktuellen Wetters können wir das Thema erarbeiten. Damit sich das Ganze auch festigt, haben wir ein Spiel entworfen: Das Wolkenbingo. Gezeigt werden Bilder mit Wolkenformationen. Jeder Jugendlichen bekommt eine andere Bingokarte mit Wolkennamen und Wetterbeschreibungen in einem Raster von 3 x 3 Reihen und Spalten. Wer als erstes drei Kreuze in einer Zeile, Spalte oder Diagonal hat, ruft WOLKENBINGO! Natürlich gab es auch etwas zu gewinnen, Eier, Ostern steht ja bevor!
Auch der dritte Tag beginnt mit einer Wiederholung. Dann steigen wir ein in die Wetterkarte. Wir behandeln die Themen eigener Standort, Hauptwindrichtung, Stationsmodell, Fronten und das zu erwartende Wetter der nächsten Stunden und Tage. Michael erklärt die Kalibrierung der Wetterstation anhand der topographischen Karte, die wir im Internet für den Wohnort all unserer Teilnehmer aufrufen und die Höhe des Aufstellortes ermitteln. Dieser wird auf die eingebaute SD Karte geschrieben. Das Ziel ist, dass der gemessene Luftdruck auf den relativen Luftdruck auf MHM (Meereshöhe) umgerechnet wird. Nach der Mittagspause erfolgt der Abschluss mit Frau Hauser, Stadtbibliothek Untertürkheim und Dr. Regina Rudelt, erste Vorsitzende MINTWelten e.V. Nicht ohne Stolz können unsere Teilnehmer den beiden Damen erklären, wie Wetter funktioniert. Auch Michael und ich sind begeistert! Der Workshop endet, wie immer, mit einer Evaluierung durch die teilnehmenden Jugendlichen.
Viel zu schnell gehen diese drei Tage vorbei. Fest steht, dass wir dieses Workshopformat in unser Angebot aufnehmen.
Noch ein Wort zum Beitragsbild: Alle Elemente auf dem FlipChart Papier wurden besprochen und die Jugendlichen können diese umfassend erklären. Es handelt sich um Definition von Druck, der Standardatmosphäre bzw. dem Normaldurck, Verschiedene Einheiten der Geschwindigkeit, z.B. Wind und der Darstellung von Druckgebilden mit Strömungen und Fronten.













































